Why How What Methode: Booster für Marketing & Führung

von 22.04.2022

Was unterscheidet erfolgreiche Organisationen von denen mit weniger Erfolg? Die Antwort vom Bestseller-Autor Simon Sinek: ihre Herangehensweise. Wie drei einfache Fragen „Why – How – What“ Führung, Unternehmensentwicklung und Marketing revolutionieren können. Eine Anleitung für mehr Sinnhaftigkeit – inklusive Erklärung, Beispiele und Framework.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

Die Why How What Methode steigert den Marketing- und Unternehmenserfolg
Die Why How What Methode steigert den Marketing- und Unternehmenserfolg. Foto: Unsplash
  • Die Why How What Methode bezeichnet eine strategische Vorgehensweise erfolgreichster Unternehmen.
  • Organisationen wie Apple stellen immer (!) den Sinn („Why/Warum/Wofür“) aller Maßnahmen an den Anfang des Entwicklungs-Prozesses.
  • Erst im Anschluss beschäftigen sich Teams mit dem How/Wie (Strategie)“ und mit dem „What/Was (Aktionen, Fakten)„.
  • Sie fokussieren sich also zuerst darauf, WARUM (Visionen, Mission, Werte, Purpose etc.) sie tun, WAS sie tun.
  • Produkte, Services oder Features sind erstmal Nebensache.
  • Für viele Unternehmer:innen erfordert das massives Umdenken – und Training.
  • Die Mühe lohnt sich, ein Framework hilft.
  • Ob in Führung, Marketing oder Unternehmensentwicklung: Wer sich intensiv mit dem Warum beschäftigt, findet schneller loyale Kunden und sticht im Markt heraus (USP).

2. Erklärung der Why How What Methode (Framework)

Wie tüfteln erfolgreichste Unternehmen ihre Strategien aus? Warum gehen manche Firmen durch die Decke, während andere nicht vorankommen – obwohl alle die gleichen oder sehr ähnliche Marktbedingungen haben?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich Simon Sinek in seinem Buch „Start with Why“.

Ergebnis seiner Analyse ist die so genannte „Why How What Methode“, auch als Golden Circle bekannt. Nach der Veröffentlichung hat genau dieses Modell unglaublich viele Firmen nachhaltig geprägt und zu Stars am Markt gemacht.

Why How What Methode – einfach erklärt und Framework

Im Prinzip ist die Why How What Methode ganz simpel: Bei jeglichen strategischen Schritten beantworten Unternehmen zunächst das „Warum“, gehen dann auf das „Wie“ ein und beschäftigen sich erst im Anschluss mit dem „Was“. Sie gehen also vom inneren Kern nach außen. Nicht anders herum:

  • WHY: Warum machen wir das (Motivation, Ziele)?
  • HOW: Wie machen wir das (Strategie, Plan)?
  • WHAT: Was machen wir genau (Maßnahmen)?

WHY

Warum/Wofür sind wir da, warum wollen wir etwas erreichen? Was ist unsere Vision, welche Führungsgrundsätze und Werte sind uns wichtig? Welche Daseinsberechtigung hat unser Unternehmen?

Die meisten Menschen treffen Entscheidungen aus emotionalen Gründen: Weil sie sich gut dabei fühlen oder dem Unternehmen vertrauen. Diese Kaufgründe sind stärker als rationales Denken.

HOW

Wie können wir das alles erreichen? Welchen Weg müssen wir logischerweise einschlagen (Strategie)? Wie differenzieren und positionieren wir uns im Wettbewerb?

WHAT

Was müssen wir tun, um dieses Ziel zu erreichen und glaubwürdig zu sein? Welche Produkte und Dienstleistung zahlen auf unsere Überzeugung ein? Und welche Aktionen und Maßnahmen sind notwendig? Kurzum: Was ist der greifbare Beweis für unsere Werte?

Why How What Golden Circle Framework

Umdenken gefragt

Für viele Organisationen ist diese Vorgehensweise fast schon revolutionär.

Denn immer noch starten die meisten von ihnen mit dem „Was“, ohne sich über das „Warum“ Gedanken zu machen. Simon Sinek sieht das anders.

„Start with Why“ ist seine dringendste Empfehlung.

Aus Erfahrungen kann ich sagen: Er hat recht!

Doch im Wust an Aufgaben kommen wir schnell an den Punkt, Themen wie Vision und Purpose auf „Später“ zu schieben. Dann wenn die To Dos abgearbeitet sind, wenn das Projekt XY rum ist, wenn Zeit ist.

Die Wahrheit ist: Diese „freie“ Zeit wird nie kommen, nicht, wenn du sie dir nicht nimmst. Deshalb rate ich dir: Mach das „Why“ zu deiner obersten Priorität!

Es wird sich auszahlen!

Why How What – das Video zum Modell von Simon Sinek (TED-Talk)

Hier geht´s zum Video auf YouTube.

3. Wie das Why How What Modell bei der Führung hilft

Jahresplanungen entwickeln, Strategien ausarbeiten, Aufgaben verteilen, Controlling, Feedback – das alles sind wichtige Eckpfeiler erfolgreicher Führungsarbeit.

Genauso wichtig: Motivation, Inspiration, emotionale Bindung, Sicherheit. Auch das brauchen Teams, um sich zu High Performern entwickeln zu können. Also zu Mitarbeiter:innen, die über einen langen Zeitraum hinaus, hohe Leistungen erbringen.

Eine große Rolle spielt die Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit

Wer versteht, warum er/sie tut, was er/sie tut, sich mit Werten und Botschaften der Firma, Produkte und Vorgesetzten identifiziert und Visionen mittreibt, wird zum Rockstar – und bringt das Unternehmen in die Top 10.

Die Basis dafür legen Führungskräften.

Sie rücken das „Warum“ immer wieder in den Vordergrund, beim Onboarding, Feedbackgeben und generell im gesamten Delegationsprozess:

Vorteile der Why How What Methode

  • Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen.
  • Sie werden zu Multiplikatoren.
  • Und haben den Willen, Vision und Ziele zu erreichen und ihren größten Teil dazu beizutragen.
  • Weniger Personal- und Recruitingkosten durch Mitarbeiterbindung.
  • Entlastung von Führungskräften durch High Performing Teams und hohe Eigenverantwortung
  • Wachstum, weil Produktivität steigt, Ziele erreicht und positives Image nach außen strahlt.

4. Marketing mit Why How What Methode wirkungsvoll angehen

Im Grunde kannst du die Why How What Methode auf alle strategischen Überlegungen anwenden, auch und vor allem im Marketing. Das Prinzip ist immer dasselbe: Du startest mit dem SINN!

Simon Sinek beschäftigt sich intensiv mit der Why How What Methode und deren Vorteile

„People don´t buy what you do, they buy why you do it.“ (Simon Sinek)

Dennoch weiß ich aus meiner täglichen Arbeit, dass die wenigsten sich um Inspiration kümmern, sondern vor allem um Fakten. Kein Wunder, genau so haben wir es gelernt.

„Wer rastet, der rostet“, heißt es so schön. Dabei müsste es genau andersherum sein: „Wer nicht rosten will, der rastet auch mal.“ Pausen, Kreativzeit ist wichtig, um überhaupt auf inspirierende Gedanken kommen zu können.

Why How What in umkämpften Märkten

Einzigartige Produkte treffen auf frische Märkte und eine hohe Nachfrage – was die Traumvorstellung der meisten Unternehmer:innen ist, entspricht nur sehr, sehr, sehr, sehr selten der Realität.

Heutzutage sind die meisten Märkte gedeckt und stark umkämpft. Ähnliche Angebote konkurrieren untereinander, streiten um die vorderen Plätze im Wettbewerb. Design, Produktmerkmale, Preis, Lieferzeit, Verfügbarkeit. Alles ist ähnlich.

Wie können Organisationen, Produkte und Dienstleistungen trotzdem herausstechen?

Das ist die Frage der Fragen, über die sich Produktentwickler und Produktentwicklerinnen, Marketingstrategen und letztlich natürlich Geschäftsführer:innen die Köpfe zerbrechen. Eine Positionierungsanalyse hilft hier schonmal. Natürlich auch eine ausgeklügelte Marketingstrategie.

Das i-Tüpfelchen: Der Why How What Ansatz. An dieser Stelle unterscheidet sich die Créme de la Créme vom Rest.

Why How What – Beispiel

Prädestiniert als berühmtes, einleuchtendes Beispiel ist ganz klar Apple. Wie schafft es dieses Unternehmen, ihre Smartphones und Laptops zu hohen Preisen zu verkaufen – viel höher als die der Konkurrenz – und trotzdem die Nr. 1 zu bleiben? Mehr noch, eine Kultmarke zu sein?

Warum geben Menschen so viel Geld für Produkte aus, die sie auch weitaus günstiger erwerben könnten?

Weil sie Apple fühlen. Sie verstehen das Unternehmen, ihre Treiber, die Produkte.

Sie fühlen die Passion, die Gedanken dahinter und neue Ideen.

Alles ergibt Sinn, alles greift ineinander.

Und was Sinn ergibt, dem vertrauen wir. Und was uns inspiriert, das kaufen wir.

Apple schafft das, indem es das Why immer (!) in den Vordergrund rückt und alles danach ausrichtet.

  • Why: „Wir stellen den Status Quo in Frage und denken anders.“
  • How: „Unsere Produkte überzeugen durch intuitive Benutzerführung und Design.“
  • What: „Gute Computer, Smartphones etc.“

Weitere tolle Beispiele für Spitzenreiter in ihrem Segment sind Ikea, Nike und die Tomorrow Bank:

Unternehmensvision und Vision Statement der Tomorrow Bank
Foto: Screenshot Website Tomorrow.de

Why How What Framework als Marketing-Tool

Ihr steht vor eurer Marketing Strategie und fragt euch, wie ihr am besten vorgeht? Wir ihr eure Produkt nicht nur verkauft, sondern Anhänger findet? Menschen, die eure Visionen und Werte teilen und weitertragen? Die sich von euch inspiriert fühlen?

Das Vision Statement und euer Purpose sollte immer (!) im Blickfeld stehen und Ausgangspunkt aller Überlegungen sein.

  • WHY? Wofür steht euer Unternehmen, wofür das Produkt? Was verändert/bewegt ihr in der Welt, was ist euer Antrieb, was sind eure Überzeugungen?
  • HOW? Wie könnt ihr das durch dieses Produkt realisieren?
  • WHAT? Was braucht das Produkt dafür, was die Kommunikation (Werbung)?

Mehr dazu: Strategisches Marketing – so gehst du vor

Tipp: Kreativitätstechniken helfen, out of the box zu denken, wie die 5 Why Methode oder Walt Disney Methode.

5. Workshop

Auch ich arbeite täglich mit diesem Ansatz und stelle das „Warum“ immer an erster Stelle, egal um welche Bereiche wir uns kümmern.

Oder anders ausgedrückt: Vom Ende her – in Visionen, Werten und Zielen – denken, ist für mich das A und O. Denn meine Erfahrung zeigt: Nur diese Vorgehensweise führt zu einer langfristig starken Position im Wettbewerb.

Möchtest du auch zu den erfolgreichsten Organisationen gehören?

Dann vereinbare jetzt ein kostenloses Strategiegespräch mit mir. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir deinem Unternehmen zu mehr Sinn – und damit zu mehr nachhaltigem Wachstum verhelfen. Und dir und deinem Team zu mehr Erfüllung im Job.

Arbeitest du schon mit Purpose und Werten? Wo siehst du die größten Herausforderungen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Herzlich,

Doreen

Doreen Hegemann
Doreen Hegemann

Ich bin Doreen Hegemann, Wahl-Hamburgerin und war schon immer Unternehmerin. Zumindest im Herzen. Doch zunächst habe ich 2 Jahrzehnte als Marketing Managerin und Strategin in Konzernen gearbeitet, bis ich nach der Geburt meines zweiten Kindes merkte: Das macht mich nicht mehr glücklich!

Erfolgreich mit meinem eigenen Unternehmen wurde ich jedoch erst, als ich einen Mentor an meiner Seite hatte, der mich in die richtige Richtung begleitete. Heute helfe ich Unternehmer:innen, ihre inneren Stärken zu erkennen und mit Erfolg und Leichtigkeit das umzusetzen, wofür sie wirklich stehen – und gebe ihnen genau dafür Werkzeuge, Tools und Wissen an die Hand.

Deine Expertin

Ich bin Doreen Hegemann, Business Coach mit 20 Jahren Erfahrung im Bereich Strategie und Führung, und unterstütze Unternehmer:innen dabei, voll und ganz in ihre Führungsrolle einzutauchen, in kürzester Zeit ein profitables Business aufzubauen und gleichzeitig persönliche Freiheit zu gewinnen.

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