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Nicht gut genug sein: Von der Angst (im Job), Ursachen & Tipps

von 23.01.2024

Wir trauen uns wenig zu, sind verunsichert, zweifeln: Wenn wir über eine längere Zeit glauben, nicht gut genug zu sein, kann das große Auswirkungen auf unsere Arbeit und unser Leben haben. Es ist wichtig, diese Überzeugungen zu hinterfragen und das eigene Selbstwertgefühl zu stärken. Über die Psychologie und Ursachen (aus der Kindheit) dahinter – und was du tun kannst. Plus inspirierende Zitate und Sprüche.

Die Angst, nicht gut genug zu sein, kann auch im Job belasten
Wenn wir uns „genug“ fühlen, fühlen wir uns verbunden. Mit uns selbst und anderen

Zusammenfassung auf einen Blick

  • Die Angst, nicht gut genug zu sein, kennen viele Menschen.
  • Für eine absehbare Periode sind solche Phasen normal.
  • Doch häufig liegen die Ursachen in der Kindheit.
  • Dann führt der Glaubenssatz häufig zu mangelndem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.
  • Das Gefühl, nicht gut genug zu sein, kann dann unser Leben beeinträchtigen: Wir halten uns mit unserer Meinung und Ideen zurück, verpassen Chancen oder flüchten in ungesunde Verhaltensweisen.
  • Persönliche Zufriedenheit, Beziehung, Liebe und die berufliche Entwicklung leiden.
  • Spezielle Übungen können gut helfen.

1. Wenn man glaubt, nicht gut genug zu sein

Fast jede:r kennt Phasen im Leben, an denen nichts läuft, und wir an allem zweifeln – vor allem an uns selbst. Das an sich ist völlig normal. Schwierig wird es erst, wenn dieses Gefühl anhält und sich zu Ängsten entwickelt. Ängsten, die uns hemmen und verunsichern. Die uns Möglichkeiten verpassen lassen, durch die wir falsche Entscheidungen treffen, nicht hinter unserem Führungs- und Arbeitsstil stehen und Beziehungen ins Ungleichgewicht geraten – ob privat oder im Job.

Klassische Führungssstile

Deshalb sollten wir solch eine „Zweifel-Phase“ nicht sich selbst überlassen, sondern sie als Prozess sehen: Wenn wir jetzt an diesen Überzeugungen arbeiten, können wir unser Selbstwertgefühl nachhaltig stärken und umso erfolgreicher werden, anstatt uns als Opfer der Umstände zu fühlen.

Tatsächlich können wir uns „umprogrammieren“.

In den meisten Fällen, beruht die Angst bzw. das Gefühl, nicht gut genug zu sein, auf falschen Annahmen, die nicht der (derzeitigen) Realität entsprechen. Trotzdem haben sie sich in unserem Unterbewusstsein verankert und in bestimmten, belastenden Situationen übernehmen sie quasi wie auf Autopilot das Ruder. Sie steuern uns – ohne das wir das Gefühl haben, etwas tun zu können. Dann sprechen wir vom Glaubenssatz bzw. Glaubenssätzen.

Wir können lernen, diese Automatismen zu durchbrechen, unser Selbstwertgefühl zu stärken und ein selbstbewusstes, starkes Mindset aufzubauen. Eines das uns fühlen lässt: Wir sind genau so gut, wie wir sind. Denn das sind wir! Das bist du!

Methoden:

Auf all das werde ich im folgenden Artikel näher eingehen. Zunächst aber ist es wichtig, die Ursachen und Mechanismen hinter der Angst, nicht gut genug zu sein, zu verstehen.

2. Die Psychologie hinter der Angst, nicht gut genug zu sein

In der Psychologie wird die Angst, nicht gut genug zu sein, oft als Minderwertigkeitsgefühl oder Minderwertigkeitskomplex bezeichnet.

Dieses Gefühl kann verschiedene Ursachen haben, darunter negative Erfahrungen in der Kindheit oder in einer Beziehung (Liebe, aber auch im Beruf), soziale Vergleiche mit anderen, Perfektionismus und Selbstkritik. Menschen, die unter diesem Gefühl leiden, neigen dazu, sich selbst abzuwerten und ihre Fähigkeiten und Leistungen zu unterschätzen.

Die Psychologie betrachtet dieses Phänomen als ein wichtiges Thema im Bereich der Selbstwertprobleme und der psychischen Gesundheit und bietet verschiedene Therapieansätze an, um Menschen dabei zu helfen, mit diesen Gefühlen umzugehen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken.

Nicht gut genug sein: Fachbegriff und Synonyme

Der Fachbegriff für die Angst, nicht gut genug zu sein, ist „Inferioritätskomplex“. Dieser Begriff wird verwendet, um das Gefühl der Unzulänglichkeit oder Unterlegenheit gegenüber anderen zu beschreiben. Synonyme für das Gefühl, nicht gut genug zu sein, sind

  • Minderwertigkeitsgefühl,
  • Selbstzweifel oder
  • Unterlegenheitsgefühl.

Nicht gut genug sein auf Englisch

„Not good enough“ ist übrigens die direkte Übersetzung von „nicht gut genug sein“ auf Englisch. Andere mögliche Ausdrücke könnten „feeling inadequate“ oder „not measuring up“ sein. Ich finde, das hebt das Ganze auf ein tieferes Level: Das Gefühl, nicht oder nie mithalten zu können (measure up) und sich unzulänglich zu fühlen (inadequate) – das raubt einem genau die Energie, die man bräuchte, um bei sich zu bleiben. Bei den eigenen Werten, Ideen, Visionen, Überzeugungen. Dabei ist es genau das, was zählt, um erfolgreich UND glücklich zu sein. Gerade als Unternehmer:in.

Gibt es ein „Nicht gut genug sein-Syndrom“?

Das „Nicht gut genug sein Syndrom“ ist kein offizieller Begriff in der Psychologie, sondern eher eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein Minderwertigkeitsgefühl oder einen Minderwertigkeitskomplex. Menschen, die unter diesem „Syndrom“ leiden, haben oft das Gefühl, dass sie in verschiedenen Aspekten ihres Lebens nicht den Erwartungen anderer oder ihren eigenen Standards entsprechen. Dies kann zu einem geringen Selbstwertgefühl, Selbstzweifeln und einer ständigen Suche nach Bestätigung führen.

Die Ursachen für dieses Syndrom können vielfältig sein und reichen von negativen Erfahrungen in der Kindheit über soziale Vergleiche mit anderen bis hin zu persönlichen Überzeugungen und Einstellungen. Es kann auch mit Perfektionismus und einem starken inneren Kritiker verbunden sein.

Hab ich eine Phobie?

Die Angst, nicht gut genug zu sein, wird normalerweise nicht als Phobie klassifiziert. Phobien sind in der Regel irrationale und übermäßige Ängste vor bestimmten Objekten, Situationen oder Aktivitäten, die zu starken emotionalen Reaktionen führen können.

Die Angst, nicht gut genug zu sein, ist eher ein Gefühl der Unzulänglichkeit oder des geringen Selbstwertgefühls, das oft mit einem Mangel an Selbstvertrauen und negativen Selbstgesprächen einhergeht. Es kann jedoch zu erheblichem Stress und Beeinträchtigungen im Alltag führen.

Wenn diese Angst jedoch so stark ausgeprägt ist, dass sie das tägliche Leben beeinträchtigt und zu schwerwiegenden emotionalen Problemen führt, kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Psychologe oder Therapeut kann dabei helfen, die zugrunde liegenden Ursachen der Angst zu identifizieren und Wege zur Bewältigung aufzuzeigen. In der Psychologie wird daran gearbeitet, mit diesen Gefühlen umzugehen und das Selbstwertgefühl zu stärken. Therapieansätze wie kognitive Verhaltenstherapie und Selbstwerttraining können dabei helfen, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern sowie die Fähigkeit zur Selbstakzeptanz und Selbstliebe zu fördern.

3. Ursachen: Warum wir glauben, nicht gut genug zu sein

Ich habe es bereits angerissen: Die Angst, nicht gut genug zu sein, kann verschiedene Ursachen haben, die individuell unterschiedlich sind. Oft besteht auch eine Kombination verschiedener Faktoren.

Nicht gut genug sein durch frühere Erfahrungen in der Kindheit

Negative Erfahrungen in der Vergangenheit, sei es in der Schule oder in Beziehungen, können dazu führen, dass wir an unserer eigenen Fähigkeit zweifeln. Vernachlässigung, Gewalt oder Ablehnung durch Eltern oder andere Bezugspersonen führen häufig dazu, dass Menschen ein geringes Selbstwertgefühl entwickeln und das Gefühl haben, nicht den Erwartungen gerecht zu werden.

Auch übermäßiger Druck von Eltern oder Lehrer:innen, hohe Leistungsanforderungen und ständige Kritik können dazu beitragen, dass Kinder das Gefühl haben, nie gut genug zu sein. Das kann auch im Erwachsenenalter auftreten, beispielsweise durch einen (cholerischen) Chef mit Kontrollzwang oder narzisstischen Problemen. Darüber hinaus kann vor allem Mobbing in der Schule (oder am Arbeitsplatz) das Selbstwertgefühl beeinträchtigen.

Diese negativen Erfahrungen können langfristige Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und die psychische Gesundheit eines Kindes haben. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern, Lehrer:innen und andere Bezugspersonen sensibel auf die Bedürfnisse von Kindern eingehen und ein unterstützendes Umfeld schaffen, in dem Kinder sich akzeptiert und wertgeschätzt fühlen. Und nicht nur Kinder: Auch auf der Arbeit und im ganzen Leben ist dieses unterstützende Umfeld ungemein wichtig!

Im Vergleich zu Kindern haben wir, als Erwachsene, jetzt (mehr) Möglichkeiten, uns aktiv solch ein Umfeld zu schaffen und uns abzugrenzen. Das sollten wir nutzen, auch wenn es schwer fällt und Arbeit bedeutet oder schwierige Entscheidungen (und Gefühle) nötig sind.

Kritische innere Stimme und negative Selbstwahrnehmung

Oft neigen wir dazu, uns selbst zu kritisch zu betrachten und unsere eigenen Fähigkeiten herunterzuspielen. Wir konzentrieren uns auf unsere vermeintlichen Schwächen und vergessen dabei, unsere Stärken anzuerkennen. Eine starke innere Kritik und negative Selbstgespräche können dazu beitragen, dass wir uns dabei immer weiter abwerten, bis wir das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein. Und nicht mal merken, dass genau das überhaupt nicht der Realität entspricht.

Nicht gut genug sein durch Vergleiche mit anderen

Wenn wir uns ständig mit anderen Menschen vergleichen, bekommen wir schnell das Gefühl, nicht so erfolgreich oder talentiert zu sein wie sie. Dies kann – auf Dauer – zu einem Minderwertigkeitsgefühl führen.

Nicht gut genug sein durch (ständige) Kritik von anderen – Mobbing

Negative Kommentare oder Kritik von anderen können unser Selbstwertgefühl beeinträchtigen und uns das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein.

Versuche dich vor allem mit Menschen zu umgeben, die dir gut tun. Und wenn das manchmal, beispielsweise im Arbeitskontext, nicht immer geht, trainiere, dich abzugrenzen und freundlich Grenzen zu setzen. Das erfordert Übung.

Nicht gut genug sein durch Perfektionismus

Der Drang, perfekt sein zu wollen und nichts falsch zu machen, kann dazu führen, dass wir uns selbst unrealistische Standards setzen und uns ständig mit unseren eigenen hohen Erwartungen konfrontieren. Wir sind nie zufrieden mit unseren Leistungen, geben mehr und mehr Gas. Und trotzdem reicht es nie. Ein Teufelskreis, der unglücklich macht.

Tolle Bücher zu diesem Thema:

4. Angst nicht gut genug zu sein auf der Arbeit und im Job – warum und wie äußert sich das?

Von der Angst, nicht gut genug zu sein, sind natürlich auch Führungskräfte betroffen. Ursachen und Folgen sind ähnlich wie die bereits genannten. Trotzdem möchte ich darüber hinaus noch expliziter auf den Job-Kontext eingehen.

Ursachen für das Gefühl, im Job nicht gut genug zu sein

  • Hohe Leistungsanforderungen: In vielen Arbeitsumgebungen herrscht ein hoher Leistungsdruck, der dazu führen kann, dass Mitarbeiternde, Teamleiter und auch Geschäftsführer:innen das Gefühl haben, den Erwartungen niemals gerecht zu werden. Daraus resultiert schlimmstenfalls ein Burnout. Deshalb ist ein stark autoritärer Führungsstil auch sehr, sehr selten eine gute Idee. Ich würde sagen: nie.
  • Übermäßiger Perfektionismus: Führungskräfte können dazu neigen, sich selbst und ihre Leistungen an unrealistische hohen Standards zu messen und nie zufrieden mit ihren eigenen Ergebnissen zu sein. Das führt am Ende häufig dazu, dass sie sich in Details verlieren und selbst viel zu viel Zeit investieren, um Dinge vermeintlich noch besser zu machen, bis sie endlich zeigbar sind. Das kann nicht nur absolute Erschöpfung führen, sondern tatsächlich auch Fehler begünstigen. Häufig tendieren sie nämlich dazu, aus Angst vor Kritik, alles allein zu machen. Und sind nur zufrieden, wenn 100-prozentiges Lob kommt. Dabei verlieren sie das Gefühl für ihre Stärken und all die Talente, die eigentlich in ihnen stecken – und machen sich komplett abhängig vom Außen und dem Drang, noch mehr arbeiten zu müssen. Tatsache ist aber: 20 Prozent von dem Arbeitseinsatz, hätten höchstwahrscheinlich im ersten Schritt gereicht (Pareto-Prinzip).
  • Kritik und Feedback: Negative Rückmeldungen oder ständige Kritik am Arbeitsplatz können dazu beitragen, dass Mitarbeiter:innen und Führungskräfte das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein. Das Selbstwertgefühl leidet massiv – und dadurch auch das Arbeitsergebnis.
  • Vergleichen mit Kollegen: Der ständige Vergleich mit anderen Kollegen und das Gefühl, den eigenen Standards nicht gerecht zu werden, kann ebenfalls zu einer Angst vor Unzulänglichkeit führen und nie das zu zeigen, was wirklich in einem steckt – aus Angst, anzuecken oder eben eh nicht gut genug zu sein.
  • Angst vor Versagen: Führungskräfte tragen oft große Verantwortung und haben hohe Erwartungen an sich selbst. Die Angst, diesen Erwartungen nicht gerecht zu werden oder zu scheitern, kann zu einem starken Druck führen. Der entweder darin mündet, zu prokrastinieren und vieles auf den letzten Drücker zu erledigen oder perfektionistisch zu handeln. Beides nicht gerade von Vorteil.
  • Unsicherheit über die eigene Rolle: Wenn Mitarbeiter:innen und Führungskräfte unsicher sind über ihre Rolle oder ihre Fähigkeiten in ihrem Job, kann dies zu einem geringen Selbstwertgefühl führen – und dazu, nicht authentisch mit dem eigenen Führungsstil zu agieren.

Die Folgen können u. a. sein

  • Schwierigkeiten bei der Delegation: Führungskräfte, die unter dem Gefühl leiden, nicht gut genug zu sein, könnten Schwierigkeiten haben, Aufgaben an andere zu delegieren, da sie denken, nur sie selbst können die Arbeit richtig erledigen.
  • Übermäßige Selbstkritik und geringes Selbstwertgefühl: Führungskräfte mit dieser Angst neigen dazu, sich selbst stark zu kritisieren und negative „Selbstgespräche“ zu führen. Der Selbstwert sinkt. Genau wie die Motivation und das Selbstvertrauen.
  • Vermeidung von Risiken: Die Angst vor Unzulänglichkeit kann dazu führen, dass Führungskräfte Risiken vermeiden und sich in ihrer Komfortzone halten, um mögliche Fehler zu vermeiden.
  • Stress und Burnout: Die ständige Sorge, den Erwartungen nicht gerecht zu werden, kann zu chronischem Stress führen und das Risiko für Burnout erhöhen.
  • Mangelnde Produktivität: Die Angst vor Unzulänglichkeit kann dazu führen, dass Mitarbeiter sich zurückhalten oder Aufgaben vermeiden, was sich negativ auf ihre Produktivität auswirken kann.
  • Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit: Mitarbeiter:innen, die unter der Angst leiden, nicht gut genug zu sein, könnten Schwierigkeiten haben, effektiv mit Kollegen zusammenzuarbeiten oder um Unterstützung zu bitten.
  • Negative Auswirkungen auf das Team: Da sie möglicherweise Schwierigkeiten haben, ihre Mitarbeiter:innen (in Konfliktsituationen) individuell zu begleiten, zu motivieren und zu inspirieren – weil sie selbst zweifeln und unsicher sind.
  • Negative Auswirkungen auf die Karriereentwicklung: Mitarbeiter:innen könnten sich nicht für neue Herausforderungen oder Beförderungsmöglichkeiten bewerben und somit ihre berufliche Entwicklung beeinträchtigen. Auch große Ideen verstauben womöglich in der Schublade – aus Angst, dass diese eh nicht gut genug sind.
  • Gesundheitliche Probleme: Chronischer Stress kann zu körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen wie Schlafstörungen, Angstzuständen und Depressionen führen.
Gut mit Stress umgehen? Stressresilienz aufbauen mit Tipps und Übungen hilft
Gut mit Stress umgehen? Stressresilienz aufbauen mit Tipps und Übungen hilft. Foto: Unsplash

5. Angst, nicht gut genug zu sein, bewältigen

Ich kann es nicht oft genug betonen: Arbeitgeber:innen müssen ein unterstützendes Umfeld schaffen, in dem die Mitarbeitenden und Führungskräfte sich akzeptiert und wertgeschätzt fühlen.

Wenn die Arbeitsatmosphäre und das Miteinander vor allem aus Kontrolle, Neid, Kritik und Druck besteht, wird langfristig niemand glücklich. Die Unternehmer:innen nicht, weil Mitarbeiter kündigen und nicht das Outcome liefern, das sie eigentlich liefern könnten und die Mitarbeiter nicht, weil sie sich abrackern, ohne jemals das Gefühl zu empfinden, dass es gut ist.

Konstruktives Feedback, klare Kommunikation über Erwartungen und die Förderung eines positiven Arbeitsklimas unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse sind dafür wichtige Eckpfeiler.

Auch Unterstützung und Coaching können Mitarbeiter:innen sowohl fachlich als auch mental helfen, ihre Stärken gezielt einzusetzen, mit ihren Ängsten umzugehen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken – und ihren eigenen, perfekten Führungs- und Arbeitsstil zu finden, der es ihnen ermöglich, das Beste aus sich herauszuholen. Ohne auszubrennen.

Was wichtig ist, um sich „stark“ zu fühlen

Darüber hinaus sind folgende Dinge die Eckpfeiler, eines starken Gefühls im Job. Stark nicht im Sinne von Ellenbogen, sondern im Sinne von selbst-bewusst. Ein Gefühl, bei dir zu sein. In Balance. Und von innen heraus angetrieben zu werden.

  • Vertrauen – in dich selbst und in andere
  • Klarheit, vor allem auch über deine Visionen und Ziele
  • Grenzen setzen/abgrenzen
  • Eine Struktur, die dir gut tut
  • Fokus auf die Dinge, die zählen
  • Sinnhaftigkeit und Emotion: Verbinde dich mit deinen Zielen, ergründe, warum du tust, was du tust (oder eben etwas ändern willst/musst)

Folgende Übungen helfen jede:m darüber hinaus, an negativen Denkmustern zu arbeiten:

Selbstreflexion

Frage dich, was du fühlst, woher deine Angst kommt und welche konkreten Situationen oder Gedanken sie auslösen. Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt. Durch Selbstreflexion können wir besser verstehen, warum wir uns so fühlen, und wie wir (besser) damit umgehen. Akzeptanz ist der erste Schritt, um loszulassen.

Realistische Erwartungen setzen

Häufig haben wir viel zu hohe Erwartungen an uns selbst, die wir niemals erreichen könnten. Auch Scham ist ein großes Thema.

Wenn das auch auf dich zutrifft und du dich oft selbst unter Druck setzt, versuche mal einen Gang runterzuschalten, wenn es um Zielsetzungen geht. Versteht mich nicht falsch: Es ist ganz wichtig, Ziele im Blick zu haben, Jahresplanungen zu machen und vor allem groß zu träumen. Stichwort große Vision!

ABER genauso wichtig ist es, realistische Ziele mit realistischen Zeithorizonten zu setzen. Und aus Fehleinschätzungen zu lernen. Niemand ist perfekt, und es ist wichtig anzuerkennen, dass Fehler und Misserfolge Teil des Arbeitslebens sind.

Positive Selbstgespräche

Negative Gedanken können ganz schön zermürbend sein, oder? Versuch dir klar zu machen, dass ein Großteil einfach nicht stimmt und nicht deiner Identität entspricht, sondern der aktuellen Herausforderung geschuldet ist – oder tief aus deiner Kindheit stammt, in der du ähnliche schlechte Erfahrungen gemacht hast und jetzt fest in deinem Unterbewusstsein verankert ist. Doch damals war damals. Jetzt ist Jetzt.

Wir müssen lernen, Stopp zu sagen, um nicht jedem Gefühl oder jedem Gedanken nachzujagen und uns darin zu verlieren. Denn tatsächlich wächst das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit legen, immer weiter. Ob positiv oder negativ.

Loslassen geht nur durch Zulassen & Annehmen

Versuche, sobald ein negativer, unwahrer, zermürbender Gedanke aufkommt, erstmal einen Raum zu schaffen: eine Pause zwischen Reiz und Reaktion. Das führt zu der nötigen Unterbrechung des Gedankenkarussells. Denn: Im Sturm können wir nicht klar denken.

Das gelingt tatsächlich am besten durch Meditation, Yin Yoga oder progressive Muskelentspannung – auch wenn´s für viele ein rotes Tuch ist. Es hilft.

Bei diesen Übungen lernt ihr nämlich, Gefühle und Gedanken „einfach“ wahrzunehmen, sie weiterziehen zu lassen und euch auf eure Atmung zu konzentrieren. Und man mag es kaum glauben, aber allein das hilft meist schon enorm: atmen. In Stresssituationen neigen wir nämlich dazu, die Luft anzuhalten, flach zu atmen. Unser Adrenalinpegel steigt. Wir sind angespannt. Genau wie beim Gefühl, nicht gut genug zu sein. Auf Dauer ist das ungesund.

Im nächsten Schritt, nachdem es etwas ruhiger in euch ist, erinnert ihr euch, was ihr Gutes leistet und dass es in Ordnung (und wichtig ist!) nicht immer alles, perfekt zu machen. Und beobachtet mal, was für kritische Stimmen da in euch auftauchen. Spannend! Nehmt auch diese wahr, und atmet ruhig weiter.

Überlegt ganz konstruktiv, was schief läuft und wie ihr das verbessern könntet – ohne euch schlecht zu machen! Findet heraus, was gerade gegen eure Werte oder Überzeugungen geht, wonach euch im Herzen ist, was immer wieder Schwierigkeiten bereitet und versucht dafür Lösungen zu finden. Und sind sie noch so klein.

Seid gut zu euch! Das ist die Hauptsache.

Um mehr positive Gefühle und Gedanken zu kultivieren, helfen beispielsweise auch spezielle Tagebücher oder Übungen:

  • Schreibt jeden Abend vor dem Schlafengehen 13 Dinge auf, die ihr heute gut gemacht habt. Egal was. Ob es lüften war, Müsli statt Schokocroissant oder eben ein genussvolles Croissant (nicht im Laufen), der Spaziergang zur Arbeit, das schöne Gespräch mit einem Kollegen etc.
  • Schreibt jeden Morgen und Abend 3 Dinge auf, für die ihr dankbar seid.
  • Falls euch das schwer fällt, und ihr Anleitung braucht: Es gibt tolle Tagebücher zu den Themen.
Achtsamkeit für Führungskräfte - Die Macht des gegenwärtiges Moments

Stressmanagement-Techniken

Entwickelt weitere Strategien zur Stressbewältigung wie zum Beispiel regelmäßige Pausen, Meditation oder Sport, um eure (mentale) Gesundheit zu stärken. Wichtig ist dabei, herauszufinden, was euch gut tut und was nicht. Schreibt für eine gewisse Zeit einmal auf, was euch täglich Energie raubt und was euch Energie gibt. Dann seht ihr Schwarz auf Weiß, worauf ihr den Fokus legen solltet.

Weitere gute Übungen:

  • Achtsamkeit: Versucht mal bei allen alltäglichen Schritten wirklich präsent zu sein. Wie oft sind wir in Gedanken versunken und merken nicht die warme, wohltuende Dusche, die Umarmung von lieben Menschen, das leckere Mittagessen?
  • Ich empfehle jedem, eine (kurze) Morgenroutine einzuführen. Eine Zeit, in der ihr euch Gutes tut: den Kaffee schmecken, Stretching oder Sport, Zielvisualisierungen – und vor allem: HANDY AUS! Das hilft nicht nur gegen die Angst, nicht gut genug zu sein, sondern sorgt generell für eine bessere Produktivität.
Meditation als Methode um Selbstdisziplin zu trainieren

Unterstützung suchen

Es ist okay, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn nötig! Sucht euch Unterstützung bei Kollegen, Vorgesetzten oder einem Coach. Der Austausch mit anderen kann helfen, die eigenen Ängste zu relativieren und neue Perspektiven zu gewinnen. Bittet um konstruktives Feedback von Kollegen und Vorgesetzten, um Leistungen realistisch einschätzen zu können.

Wenn die Angst vor Unzulänglichkeit stark ausgeprägt ist und das Wohlbefinden beeinträchtigt, kann professionelle Hilfe in Form von Coaching oder Therapie hilfreich sein.

6. Nicht gut genug sein: Sprüche und Zitate

Diese Sprüche und Zitate empfinde ich als sehr inspirierend – vielleicht geht es euch ja auch so!

„Niemand kann dich minderwertig fühlen lassen, ohne deine Zustimmung.“

Eleanor Roosevelt

„Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“

Dietrich Bonhoeffer

„Das größte Hindernis für den Erfolg ist oft der Glaube, nicht gut genug zu sein.“

Bruce Lee

„Es ist besser, unvollkommen anzufangen, als perfekt zu zögern.“

Harry S. Truman

Brauchst du Unterstützung bei all den Anforderungen, die sich im beruflichen Alltag türmen? Fühlst du dich auch, nicht gut genug?

Wir arbeiten intensiv mit Führungskräften und Unternehmer:innen, helfen, den passenden Führungsstil zu finden und diesen authentischen zu leben. Feilen an Visionen, dem Purpose und bringen all das in Einklang mit Werten. Das Mindset und die negativen Glaubenssätze spielen immer eine große Rolle. Und natürlich schauen wir uns auch weitere Herausforderungen an: ob Ziele, Jahresplanungen, Prozessoptimierung, Engpässe, Delegation, Team-Entwicklung o. ä. – wir helfen dir genau da, wo es hakt. Ich freue mich sehr dich kennen zu lernen!

Doreen Hegemann
Doreen Hegemann

Ich bin Doreen Hegemann, Wahl-Hamburgerin und war schon immer Unternehmerin. Zumindest im Herzen. Doch zunächst habe ich 2 Jahrzehnte als Marketing Managerin und Strategin in Konzernen gearbeitet, bis ich nach der Geburt meines zweiten Kindes merkte: Das macht mich nicht mehr glücklich!

Erfolgreich mit meinem eigenen Unternehmen wurde ich jedoch erst, als ich einen Mentor an meiner Seite hatte, der mich in die richtige Richtung begleitete. Heute helfe ich Unternehmer:innen, ihre inneren Stärken zu erkennen und mit Erfolg und Leichtigkeit das umzusetzen, wofür sie wirklich stehen – und gebe ihnen genau dafür Werkzeuge, Tools und Wissen an die Hand.

Deine Expertin

Ich bin Doreen Hegemann, Unternehmerin, Speakerin und Master Business Coach. Mit über 20 Jahren Erfahrung als Strategin und Führungskraft in DAX 30 Konzernen, unterstütze ich ambitionierte Unternehmer:innen dabei, mit High Performing Teams rasant zu wachsen und ihren Erfolg planbar zu machen.

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